Neurodermitis

Die richtige Ernährung bei Neurodermitis

Die richtige Ernährung bei Neurodermitits

Die optimale Ernährung bei Neurodermitis kann das Entstehen von Ekzemen und Juckreiz verhindern. 

Bestimmte Nahrungsmittel sind allerdings sogar Trigger für die Haut und stehen in direktem Zusammenhang mit Neurodermitis. Häufig sind dies Nahrungsmittel, die Zucker oder Histamin enthalten. Betroffene sollten aber nur die Nahrungsmittel meiden, welche Unverträglichkeiten auslösen, um den Körper weiterhin mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

In diesem Artikel erfährst du, wie Betroffene ihr Hautbild durch die richtige Ernährung beeinflussen können und wie Nahrungsmittelallergien und Neurodermitis bei Kindern aber auch Erwachsenen zusammenhängen.

Der Zusammenhang zwischen Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien

Mittlerweile ist erwiesen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien bzw. -unverträglichkeiten gibt. Kinder, die schon relativ früh Ekzeme entwickeln haben, haben das größte Risiko auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch zu reagieren.

Dies äußert sich meist durch Symptome auf der Haut wie Quaddeln, Hautrötungen und Juckreiz. Hier kann schon bei kleinen Kindern ein Allergietest beim Spezialisten weiterhelfen.

Erwachsenen und Jugendlichen machen dagegen eher Kreuzallergien zwischen Nahrungsmitteln und Pollen zu schaffen, die das Hautbild verschlechtern. Typische Heuschnupfensymptome bleiben dagegen meist aus. Auch in diesen Fällen ist es wichtig herauszufinden, auf welche Nahrungsmittel eine allergische Reaktion folgt und diese zu meiden.

Meist ist es ratsam mit den Symptomen einen Arzt aufzusuchen, da dieser die passende Therapie verordnen kann.

Was darf ich bei Neurodermitis nicht essen?

Leidest du unter Neurodermitis, solltest du vor allem histaminreiche, scharfe und zuckerhaltige Nahrungsmittel wie Honig oder Süßigkeiten meiden. Aber auch industriell gefertigte Nahrungsmittel sind schlecht für die Haut der Betroffenen. Diese enthalten oft Spuren von möglichen Neurodermitis Auslösern. Du solltest die Zutatenliste der Produkte beachten.

Bereits geringe Mengen gewisser Zusatzstoffe können einen Neurodermitis Schub auslösen. Achte deshalb darauf, ob Allergene enthalten sind, wenn du doch einmal zu Fertigprodukten greifen möchtest. 

Am besten ist es aber, wenn du deine Mahlzeiten so oft wie möglich selbst kochst. Dann weißt du, was in deinen Mahlzeiten enthalten ist und kannst somit einfacher bekannte Auslöser wie Zucker meiden.

Es gibt aber auch Lebensmittel, die gegen Neurodermitis helfen können und deshalb häufiger auf deinem Speiseplan stehen sollten.

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Welche Nahrungsmittel helfen gegen Neurodermitis?

Für die richtige Ernährung bei Neurodermitis solltest du vor allem auf entzündungshemmende Nahrungsmittel setzen. Sie können die Symptome lindern.

Pflanzliche Öle

Die in Leinöl, Kokosöl, Schwarzkümmelöl und Hanföl enthaltenen und entzündungshemmenden Omega3-Säuren können die Symptome entzündeter Haut bei den Betroffenen lindern.

Wissenschaftlich belegt werden konnte das aber noch nicht. Dennoch zeigen die bisherigen Ergebnisse eine positive Tendenz. Bei einigen Probanden zeigte sich eine entzündungshemmende Wirkung nach Einnahme der pflanzlichen Öle.

Du kannst die Öle zum Kochen oder als Salatdressing einsetzen.

Welche Lebensmittel helfen gegen Neurodermitis?

Nahrungsmittel für ein besseres Hautbild

Es gibt auch Kräuter, Gemüse-, Obst- und Fischarten, die sich positiv auf dein Hautbild auswirken: 

  • Grünes Blattgemüse wie Grünkohl und Spinat 
  • Lachs 
  • rote und blaue Beeren (Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren)
  • Gewürze: Kurkuma, Salbei, Thymian, Petersilie, Nelken, Zimt und Basilikum 

Die Inhaltsstoffe, der hier genannten Nahrungsmittel tragen dazu bei ein gesundes Hautbild zu unterstützen. Einige Gewürze bieten sich auch in Teeform an. Insbesondere Salbei, Melisse oder Grüntee wirken gegen Entzündungen und stärken das Immunsystem, wenn du sie regelmäßig zu dir nimmst.

Gemüse und Obst stärken Darmflora und Immunsystem

Eine gesunde Darmflora ist Voraussetzung für eine gesunde Haut. Allergische Reaktionen und Neurodermitis entstehen vermutlich im Darm. Gemüse und Obst fördern die Gesundheit des Darms und sollten täglich auf deinem Speiseplan stehen. Am besten fünf bis zehn verschiedene Arten.

Deine Darmflora kannst du durch probiotische Produkte aufbauen. Auch dein Immunsystem wird dadurch gestärkt.

Welche Ernährung begünstigt Neurodermitis?

Die Ernährung steht bei Neurodermitis oft in direktem Zusammenhang mit Entzündungen der Haut und Ekzemen.

Bestimmte Nahrungsmittel stehen im Verdacht Neurodermitis hervorzurufen. Es gibt allerdings keine allgemeingültige Empfehlung, was du nicht essen solltest.

Deshalb solltest du aus den hier aufgelisteten Nahrungsmitteln deine persönlichen Neurodermitis-Auslöser austesten, indem du sie probeweise einfach weglässt.

Dazu zählen zum Beispiel folgende Nahrunsgmittel:

  • Weizenprodukte und histaminhaltiges Getreide
  • Nüsse (insbesondere Erdnüsse und Walnüsse, die oft Kreuzallergien auslösen)
  • Äpfel (mit Ausnahme von dunkelroten und süßen), Pfirsiche, Bananen und Birnen
  • Bestimmte Gemüsesorten: Kartoffel, Sellerie, Karotten und Tomaten
  • Erdbeeren, Ananas und Zitrusfrüchte können in manchen Fällen zu Schüben führen
  • Fertigprodukte bzw. industrielle gefertigte Produkte
  • Lebensmittel, die Histamin enthalten z. B. Ananas, Aubergine, Rotwein, Käse 
  • Milch, Hühner und Sojaeiweiß 
  • Scharfes Essen: Nicht unbedingt ein Auslöser, kann aber zu Juckreiz führen
  • Stark zuckerhaltige Lebensmittel

Eine optimale Neurodermitis Ernährung ist bunt und man verzichtet auf Fast Food und Fertigprodukte.

Was darf man bei Neurodermitis trinken?

Ein weiterer möglicher Neurodermitis Trigger ist Zucker. Deshalb meidest du besser zu stark zuckerhaltige Getränke. Stattdessen kannst du regelmäßig Kräutertees oder Mineral– und Leitungswasser ohne Zucker trinken. Kräutertees, die sich anbieten sind:  Grüntee, Melissentee, Pfefferminztee und Brennnesseltee.

Vorsicht gilt auch bei sehr stark kohlensäurehaltigen Getränken und Kaffee.

Ungezuckerte Fruchtsäfte kannst du in Maßen genießen. Getränke mit Histamin wie Weiß- und Rotwein solltest du meiden. Sie lösen sehr oft Reizungen der Haut aus.

Was darf man bei Neurodermitis trinken?

Die Ernährung bei Neurodermitis – unsere Tipps:

Um die richtige Ernährung bei Neurodermitis für dich zu finden, haben wir einige Tipps: Führe Tagebuch darüber, welche Lebensmittel bei dir zu Schüben führen. Auch wie stark und wie lange sie in der Regel anhalten ist wichtig.

Lasse diese dann für zwei bis drei Wochen weg. Bessert sich dein Hautbild dadurch, dann weißt du, welche Lebensmittel du meiden musst. Bemerkst du eine Reaktion auf Milchprodukte, solltest du zu Alternativen greifen.

Mandelmilch, Kokosmilch oder Hafermilch schmecken ähnlich und enthalten keinen Milchzucker. Lass dich hierzu auch von einem Arzt beraten. Ein detailliertes Ernährungstagebuch kann helfen, die richtige Ernährungsform zu finden. 

Was muss ich bei der Ernährung von Kindern mit Neurodermitis beachten?

Bei Kindern ist eine gezielte Neurodermitis Ernährung oft schwierig. Kindern einfach Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke zu verbieten, kann kontraproduktiv sein. Sie finden dann einfach andere Wege, diese zu bekommen oder es entsteht großer Frust in der Familie.

Damit das Kind trotz Neurodermitis möglichst uneingeschränkt leben kann, haben wir hier hilfreiche Tipps für dich vorbereitet: 7 Tipps für Eltern bei Neurodermitis beim Kind

Alternative Süßigkeiten

Alternativen zu herkömmlichen Süßigkeiten bieten Reis oder Schafmilchschokolade. Gummitiere aus tierischen Produkten sollten mit Vorsicht genossen werden. Aber auch hier gibt es vegane Alternativen, um diese zu ersetzen.

Dadurch kannst du deine Kinder auch bei Neurodermitis ohne Sorge naschen lassen. Wichtig ist eine ausgewogene Mischform bei der Ernährung. Reagiert dein Kind auf bestimmtes Obst, solltest du dieses weglassen.

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Milchprodukte und das Stillen bei Babys mit Neurodermitis

Schwieriger wird es bei Milchprodukten. Bevor du diese ganz weglässt, ist eine Beratung durch den Kinderarzt / Hebamme wichtig.

Bei Kindern wächst sich die Neurodermitis oft aus. Deshalb können Auslöser im Zuge des Älterwerdens wieder verschwinden. Kinder mit einer möglichen Veranlagung dafür sollten wenn möglich länger gestillt werden.

Denn die Muttermilch stärkt das Immunsystem des Kindes. Dadurch wird eine mögliche Neurodermitis abgemildert. In manchen Fällen wird sie so auch ganz verhindert.

Beikost sollte erst nach dem vierten Monat schrittweise eingeführt werden, dies kann sich positiv auf den Verlauf der Erkrankung auswirken.

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