Akne – Was genau ist Akne & was ist die Ursache?

Akne - Was genau ist Akne & was ist die Ursache?

Akne ist laut der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, welche die Haarfollikel und die Talgdrüsen betrifft​1​. Die gewöhnliche Akne tritt vor allem in der Pubertät auf. Sie ist durch typische Beschwerden wie Mitesser, Pickel und Pusteln gekennzeichnet.

Die Aknebehandlung richtet sich immer nach dem Erscheinungsbild upnd nach dem Schweregrad der Akne. Auch die verschiedenen Formen der Akne teilt man nach dem Schweregrad und nach den Ursachen ein.

So können die Ursachen entweder die entweder endogen (körpereigen) oder exogen (körperfremd) sein. In den meisten Fällen sind jedoch hormonelle Veränderungen die Ursache für eine Akne.

So auch bei der gewöhnlichen Akne vulgaris, diese verliert sich oft spontan nach dem fünfundzwanzigsten Lebensjahr. Die Akne tarda tritt erst im Erwachsenenalter in Erscheinung.

Weltweit leiden viele Menschen, vor allem Jugendliche (15 bis 18 Jahre) und junge Erwachsene unter der Hauterkrankung Akne. Pickel, Mitesser und Rötungen sind typische Akne-Symptome.

Mit der richtigen Behandlung lassen sie sich jedoch auf ein Minimum reduzieren. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über Akne, die Ursache und die Behandlung davon wissen solltest.

Akne – Wissenswertes in der Übersicht

  • Akne ist eine der häufigsten Hautkrankheiten. Rund 85 Prozent der Bevölkerung waren schon einmal davon betroffen.
  • Akne ist eine chronische Entzündung der Talgdrüsen – mit vielen verschiedenen Einflussfaktoren. 
  • Bei Akne wird die Haut fettig. Vermehrte offene und geschlossene Mitesser treten auf (meist im Gesicht, auf dem Rücken, im Dekolleté oder an den Schultern).
  • Hormone gelten als die wichtigste Ursache für Akne. Deshalb sind meist Jugendliche davon betroffen.

Was genau ist Akne?

Akne ist eine Hautkrankheit, die vorwiegend in der Pubertät auftritt und sich danach oft spontan verliert. Doch grundsätzlich kann Akne in jedem Alter auftreten. Äußerlich ist sie durch Pickel, Mitesser und Pusteln gekennzeichnet. In den meisten Fällen sind hormonelle Umstellungen im Körper für die Akne verantwortlich. heil

Dabei ist die Akne vulgaris die am häufigsten auftretende Form und wird auch Pubertätsakne genannt. Tritt die Akne bei Erwachsenen ab dem fünfundzwanzigsten Lebensjahr auf, spricht man von Acne tarda. Auch unter Spätakne oder Erwachsenenakne bekannt. Mit den richtigen Maßnahmen können Akne-Symptome aber gut behandelt werden.

Wer ist von Akne betroffen?

Jugendliche sind besonders häufig von Akne betroffen. Doch an sich kann Akne in jedem Alter auftreten. Die Veranlagung als Auslöser, ob die Haut zu Unreinheiten und zu Problemen mit den Talgdrüsen neigt, wird vererbt.

Hormonelle Veränderungen zählen zu den häufigsten Ursachen einer Akne. Von daher tritt Akne besonders oft im Jugendalter auf. Doch auch im Erwachsenenalter kann es zu einer sogenannten Spätakne kommen. Die Spätakne kann zum Beispiel bei Frauen, welche die Pille absetzen, schwanger werden oder in die Wechseljahre kommen, auftreten.

Akne bei Jugendlichen

Eine hormonelle Akne liegt vor, wenn die Ursache der Akne auf hormonelle Veränderungen im Körper zurückzuführen ist. Fast jede Form der endogenen Akne (körpereigene Auslöser) ist durch hormonelle Veränderungen bedingt. So auch die Akne vulgaris, die Akne im Jugendalter.

Bei Akne vulgaris regen die männlichen Geschlechtshormone die Talgdrüsen zu einer erhöhten Talgproduktion an.

Parallel nimmt während der Pubertät aber auch die Produktion von Hornmaterial in der Haut zu. Diese Kombination führt zu einer Verstopfung der Poren.

Meist verliert sich eine Akne vulgaris mit dem fünfundzwanzigsten Lebensjahr von selbst – spätestens aber mit Anfang dreißig.

Wer ist von Akne betroffen?

Akne bei Erwachsenen

Die Akne bei Erwachsenen nennt sich Akne tarda und wird auch Spätakne genannt. Sie ist ebenso wie die Akne vulgaris eine hormonell bedingte Akne. Bei erwachsenen Frauen kann die hormonelle Umstellung auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein.

So kann z.B. die Menstruation, eine Schwangerschaft oder das Absetzen der Anti-Baby-Pille, Einfluss auf den Hormonhaushalt der Frau haben.

Bei der Spätakne liegt die Ursache fast immer bei der Veränderung im Verhältnis der männlichen und weiblichen Geschlechtshormone. Die Akne tarda tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern, bei Männern ist der Verlauf allerdings schwerwiegender.

Neben dem hormonellen Ungleichgewicht können bei Akne im Erwachsenenalter die Ernährung, eine gestörte Darmflora, Stress oder übertriebene Hauptpflege eine Rolle spielen.

Babyakne

Die Baby Akne, auch Neugeborenen Akne genannt, kann bereits einige Tage nach der Geburt auftreten. Sie unterscheidet sich optisch kaum von der Akne bei Pubertierenden. Ein Ausschlag mit feinen, rötlichen Pusteln entsteht. Doch weil die Haut von Babys noch viel feinporiger ist, enthalten die Pickel kaum Talg.

Die Ursache der Babyakne ist auch wieder die hormonelle Umstellung, die nach der Geburt unweigerlich stattfindet. Diese Umstellung steuert den Stoffwechsel, das Wachstum und die Entwicklung des Babys.

Die verschiedenen Akne Arten

Akne kann man zunächst einmal in endogene Akne und exogene Akne unterscheiden. Bei den endogenen Formen sind immer körpereigene Faktoren die Ursache, meist hormonelle Veränderungen. Bei den exogenen Formen liegen externe Faktoren als Ursache vor.

Die endogenen Akneformen teilt man in verschiedene Altersphasen ein:

Akne - Ursachen für Akne & Akne Arten

Akneformen nach Schweregrad

Weiterhin lassen sich drei unterschiedliche Schweregrade festmachen. Bei dieser Einteilung liegt immer die „gewöhnliche“ Akne vulgaris zugrunde:

  • Akne comedonica (leichte Akne)
  • Akne papulopustulosa (mittel-schwere Akne)
  • Akne conglobata (eine schwere Form von Akne)

Akneformen mit externen Faktoren

Zudem lassen sich noch einige weitere Akneformen aufzeigen, bei denen allesamt externe Faktoren eine Rolle spielen:

  • Akne inversa (engl.: acne inversa)
  • Akne venetata
  • Akne cosmetica
  • Akne medicamentosa
  • Akne aestivales
  • Zystische Akne
  • Fungal Akne

Akneformen nach Altersphasen

  • Akne neonatorum
  • Akne infantum
  • Akne vulgaris (engl.: acne vulgaris)
  • Akne papulopustulosa (engl.: acne papulopustulosa)
  • Komodonenakne (engl.: acne comedonica)
  • Akne conglobata (engl.: acne conglobata)
  • Akne tarda

Ist Akne eine Krankheit?

Akne ist eine entzündliche Erkrankung der Haut, bei welcher die Haarfollikel und Talgdrüsen betroffen sind. Bei Akne Patienten werden normale Prozesse, welche in der Haut ablaufen, häufig von Entzündungsreaktionen begleitet.

Akne gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen und ist zwar nicht vollständig heilbar, aber sie kann behandelt werden. Und vor allem können die sichtbaren Symptome wie Pickel und Mitesser geheilt werden. Eine Akne ist nicht ansteckend, kann aber durch Vererbung innerhalb der Familie „weitergegeben“ werden.

Warum hat man Akne?

Akne tritt besonders bei Jugendlichen auf, weil die hormonelle Veränderung während der Pubertät eine Talgdrüsenüberfunktion begünstigt. Doch nicht nur eine Störung der Talgdrüsen kann die Ursache sein.

Ebenso können Überbesiedlung mit Bakterien oder Entzündungen der Grund für unreine Haut sein. Die Entstehung von Akne ist ein Prozess, der von vielen verschiedenen Einflussfaktoren bestimmt wird. Die Haut befindet sich im Ungleichgewicht und zeigt dies mit Irritationen.

Hormonelle Ursachen von Akne

Eine hormonelle Akne meint, dass die Ursache der Akne bei den hormonellen Schwankungen des Körpers liegt. Die Hormone, die Akne auslösen (Androgene) werden bei Männern in den Hoden und Nebennieren gebildet. Bei Frauen findet die Hormonproduktion der Androgene in Eierstöcken statt. Kommt es zu einem Ungleichgewicht und die männlichen Geschlechtshormone nehmen zu, wird die Produktion von körpereigenem Talg erhöht.

Parallel dazu nimmt auch die Entstehung von Hornmaterial zu. So werden die Ausflussgänge verstopft und der Talgabfluss vermindert oder ganz verhindert. Der Talg kann nicht abfließen und Mitesser entstehen.

Im weiteren Verlauf sammeln sich Bakterien an und weitere Mitesser und Entzündungen sind die Folge. So entstehen am Ende durch ein hormonelles Ungleichgewicht Pickel, Papeln und andere Symptome einer Akne.

Stress als Auslöser von Akne

Die Haut gilt als Spiegel der Seele. An ihr kannst du gut sehen, ob dein Körper gerade im Gleichgewicht ist oder nicht. In intensiven Stressphasen schüttet der Körper vermehrt männliche Hormone, Cortisol und Adrenalin aus. Dieses hormonelle Ungleichgewicht kann typische Aknesymptome wie Pickel, Mitesser und Rötungen hervorrufen.

Zudem können sich typische und meist ungesunde Lebensgewohnheiten, die in Stresssituationen dazugehören, ungünstig auf die Haut auswirken.

Medikamente

Eine Akne kann auch durch Medikamente ausgelöst oder verschlimmert werden. So entstehen Pickel und Pusteln z.B. auch durch Kortisonpräparate, Vitamin B Komplex, Jodverbindungen, Antidepressiva oder moderne Anti-Tumorpräparate.

Auch Verhütungsmittel und Anabolika (Sportlerakne) können dazu führen, dass die Haut ins Ungleichgewicht gerät.

Warum hat man Akne? - Ursache Medikamente

Weitere mögliche Gründe für Akne

Neben hormonellen Ursachen, Stress und Medikamenten, kann eine Akne auch durch eine ungünstige Ernährung begünstigt werden. Dieser Zusammenhang ist zwar umstritten, doch kann eine sehr zuckerhaltige Ernährung durchaus zu Hautunreinheiten führen.

Psychische Belastung, Rauchen, UV-Strahlung, die falsche oder eine übertriebene Pflege. Alles das sind weitere Faktoren, die eine Akne begünstigen können.

Typische Symptome bei Akne

Die typischen Symptome einer Akne sind Pickel, Pusteln und Mitesser. Diese treten vor allem dort am Körper auf, wo sich viele Talgdrüsen befinden.

Talgdrüsen befinden sich hauptsächlich im Gesicht, auf dem Rücken, an den hinteren Oberarmen, auf dem Dekolleté, am Hals und am Nacken.

Typische sichtbare Symptome sind Mitesser (Komedonen), Pickel, Papeln und Pusteln, Knoten sowie fettige Haut. Bei schweren Verläufen kann es auch zu Narbenbildungen kommen.

Pickel und Mitesser

Pickel sind grundsätzlich verstopfte Poren, bei denen der übermäßig produzierte Talg nicht abfließen kann. Sie machen sich meist in Form von Rötungen bemerkbar. Pickel liegen aber im Gegensatz zu Mitessern unter der obersten Hautschicht.

So können sie nicht mit Sauerstoff in Kontakt kommen. Pickel verursachen daher meist unter der Hautoberfläche schmerzhafte Schwellungen. Nach Abklingen der Schwellung können Narben zurückbleiben.

Mitesser befinden sich allerdings ganz dicht unter der Hautoberfläche und treten meist als kleine, schwarze Pünktchen in Erscheinung. Auch Mitesser sind auf verstopfte Poren zurückzuführen. Da sie mit Sauerstoff in Verbindung kommen, werden sie in Form von den charakteristischen, schwarzen Punkten wahrgenommen.

Typische Symptome bei Akne

Hautrötungen

Hautrötungen sind sichtbare Entzündungen, die durch das Wachstum von Bakterien herbeigeführt werden. Zunächst staut sich Talgdrüsensekret in der Haut an und bildet dort den idealen Nährboden für Bakterien. Vor allem das Bakterium Propionibacterium acnes, fühlt sich dort wohl.

Dieses Bakterium kommt tief in den Talgdrüsen vor, und es vermehrt sich vor allem in Mitessern sehr gut. Die Bakterien zersetzen den Talg und dabei entstehen freie Fettsäuren, die weitere Entzündungsprozesse in Gang setzen. Diese führen dann schlussendlich zu Rötungen der Haut.

Entzündungen

Kleine Mikroentzündungen unter der Haut sind der Beginn von Pickeln, Mitessern und Hautrötungen. Sie gelten als Hauptursache für Akne und sind zunächst noch nicht sichtbar. Im weiteren Verlauf der Akne verstärkt sich dann die Entzündungsreaktion.

Dabei reagiert das körpereigene Immunsystem auf Bakterien, Lipide und Androgene. Diese Immunreaktion wird als Pickel sichtbar. Bleibt dieser geschlossen, entzündet sich das umliegende Gewebe und es kommt zu den typischen Hautrötungen.

Die Behandlungsmöglichkeiten von Akne

Akne Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlungsmöglichkeiten von Akne richten sich immer nach der Form der Akne und nach deren Verlauf bzw. Schweregrad. Die Möglichkeiten reichen von äußerlich und lokal aufzutragenden Salben bis hin zu einer Behandlung mit Medikamenten.

Einer leichten Akne begegnet man häufig zunächst mit Cremes, doch auch einige Hausmittel können Abhilfe schaffen. Eine weitere Methode ist es mittels Bakteriophagen, die “schlechten” Bakterien, wie dem Propionibacterium acnes, zu reduzieren. Durch die Wiederherstellung des Gleichgewichts des menschlichen Mikrobioms, verbessert sich die Haut.​2​

Bei schweren Fällen von Akne sollte ein Arzt bzw. ein Hautarzt in die Therapie miteinbezogen werden. Eventuell wird eine Behandlung mit Antibiotika eingesetzt. Vorher sollten aber Alternativen versucht werden. Bei der Therapie zur Aknebehandlung geht es vor allem darum, frühzeitig anzufangen und konsequent weiterzumachen. Somit sinkt das Risiko auf Narbenbildung deutlich.

Mehr zum Thema Akne

  1. 1.
    Degitz K, Placzek M, Borelli C, Plewig G. Pathophysiology of acne. J Dtsch Dermatol Ges. 2007;5(4):316-323. doi:10.1111/j.1610-0387.2007.06274.x
  2. 2.
    Marinelli LJ, Fitz-Gibbon S, Hayes C, et al. Propionibacterium acnes Bacteriophages Display Limited Genetic Diversity and Broad Killing Activity against Bacterial Skin Isolates. Davies JE, ed. mBio. Published online September 25, 2012. doi:10.1128/mbio.00279-12
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