Stewardessenkrankheit – Alles über Symptome & Behandlung!

Die Stewardessenkrankheit ist eine chronische Hauterkrankung. Der medizinische Fachausdruck für die “Stewardessen-Krankheit” ist “periorale Dermatitis”. Bemerkbar macht sich der Hautausschlag durch rote, juckende Haut insbesondere um den Mund und die Nase herum. Die Stewardessenkrankheit wird deshalb auch als Mundrose bezeichnet.

Betroffen sind vorwiegend Frauen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Ursache ist eine Reizung der Haut im Gesicht, die durch trockene Luft oder zu vielen Pflegeprodukten ausgelöst werden kann. Mit der richtigen Behandlung ist die Stewardessenkrankheit gut behandelbar.

Sie ist weder ansteckend noch gefährlich. Dennoch stellt das typische Erscheinungsbild, mit der geröteten und gereizten Haut im Gesicht, für Betroffene eine Belastung dar.

Außerdem sind das trockene Hautgefühl und die oft auftretenden, schmerzlich entzündeten Bläschen um den Mund herum sehr unangenehm. Wie auch das ständige Spannungsgefühl.

Was die Stewardessenkrankheit (Fachbegriff: Periorale Dermatitis) verursacht, was ihre Symptome sind, wie die Hautkrankheit behandelt wird und was du unterstützend tun kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Periorale Dermatitis - Ursachen, Symptome & Behandlung
Periorale Dermatitis (Stewardessenkrankheit) - was ist das?

Stewardessenkrankheit – was ist das?

Bei perioraler Dermatitis handelt es sich um einen entzündlichen Hautausschlag. Grund zur Panik besteht nicht, denn es ist nicht ansteckend und auch nicht gefährlich.

Trotzdem belastet sie. Denn der für die auch Mundrose genannte Krankheit typische Ausschlag kann jucken und spannen. Die genauen Ursachen sind noch nicht genau bekannt.

Neben einer genetischen Vorbelastung scheint auch das sogenannte „Überpflegen“ der Haut eine Rolle zu spielen. Also die Verwendung von für den eigenen Hauttypen unpassenden Pflegeprodukten bei zu Rosacea neigender Haut.

Es ist also bei periorale Dermatitis Pflege ein wichtiges Thema. Außerdem betrifft periorale Dermatitis oft junge Frauen. Daher auch der umgangssprachliche Name „Stewardess-Krankheit“.

Woher kommt der Begriff Stewardessenkrankheit?

Der Begriff Stewardessenkrankheit basiert auf der Klischeevorstellung der Flugbegleiterin, nämlich dem Bild einer jungen, stets gepflegten Frau.

Wer als Stewardess arbeitet, hat oft mit strapazierter Haut zu kämpfen. Trockene Luft im Flugzeug und häufige Verwendung von Make Up führen zu empfindlicher Rosacea-Haut. Die Überpflegung der Haut und die starken äußeren Reize führen zur Stewardessenkrankheit.

Stewardessen stellen das Paradebeispiel für diese Erkrankung dar. Deshalb wird sie Stewardessen Krankheit genannt.

Die periorale Dermatitis zeigt sich meist um den Mund und die Nase als Hautausschlag. Aber auch um die Augen herum ist dieses Hautproblem möglich. Ebenso kann auch sein, dass die Haut spannt und es zur Entstehung von Pickeln und Pusteln kommt.

Die Erkrankung wird zwar als Stewardessenkrankheit bezeichnet, betrifft aber auch Frauen in Büros oder Verkaufsräumen mit trockener Luft. In der Regel sind davon meist Frauen betroffen, die sich im Alter zwischen 20 und 50 Jahren befinden. 

Oftmals reagieren Betroffene mit dem vermehrten Einsatz von Kosmetika, welche die Haut nur weiter reizen und starke Entzündungen begünstigen. So geht noch mehr Feuchtigkeit verloren.

Stewardessenkrankheit: Symptome

Das Hauptsymptom der perioralen Dermatitis auch Stewardessen Krankheit genannt ist der gerötete und entzündliche Hautausschlag.

Diese Rötungen gehen oft mit Pusteln einher. Im schlimmsten Fall entstehen Knötchen. Dieses Erscheinungsbild erinnert teilweise an Akne oder Rosacea.

Die kleinen, teilweise zahlreichen Pusteln oder Bläschen können sich auch zu größeren betroffenen Stellen zusammenschließen.

Diese werden Plaques genannt. Die Bereiche der Haut, die unter der perioralen Dermatitis leiden, neigen zu Juckreiz, zum Spannen und zu einem Gefühl von Trockenheit.

Auch wenn die Krankheit ungefährlich ist: Juckende Haut und trockene Haut ist äußerst unangenehm.

Periorale Dermatitis - Symptome
Wo ist der Ausschlag lokalisiert?

Periorale Dermatitis – Wo ist der Ausschlag lokalisiert?

Typischerweise befindet sich der Ausschlag um den Mund der Betroffenen herum. So kommt die periorale Dermatitis „Mundrose“ zu ihrem Namen.

Zu diesem Namen trägt auch der Umstand bei, dass der Ausschlag optische Ähnlichkeiten mit der Gürtelrose ausweist. Der Bereich unmittelbar neben dem Lippenrot ist dabei nicht betroffen und bildet einen vom Ausschlag freien Streifen. 

Nicht nur die Region um den Mund kann betroffen sein. Oft zeigen sich die Rötungen auch im Bereich der Nase oder auf dem Kinn. Eher seltener treten sie im Rest des Gesichtes, wie der Stirn oder dem seitlichen Hals auf, doch auch diese Bereiche können betroffen sein.

Besonders selten tritt die Hautkrankheit um die Augen herum und auf den Augenlidern auf. Hier ist von der periorbitaler Dermatitis die Rede.

Stewardessenkrankheit – Was ist der Unterschied zu Akne?

Gerade durch die kleinen Pusteln der perioralen Dermatitis hat sie optische Ähnlichkeiten mit Akne. Doch es gibt bedeutende Unterschiede.

Denn im Gegensatz zur Akne geht die Mundrose nicht mit Mitessern, Pickeln oder Komedonen einher. Es ist in jedem Falle sinnvoll, die Beschwerden der Haut von einem Dermatologen betrachten zu lassen, um eine eindeutige Diagnose zu erhalten.

Denn die erkrankte Haut hat je nach konkreter Erkrankung ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Die falsche Therapie könnte ihr weiter schaden.

Was ist der Unterschied zu Akne?
Was sind mögliche Ursachen für Periorale Dermatitis?

Was sind mögliche Ursachen für Periorale Dermatitis?

Leider sind die Gründe, warum eine periorale Dermatitis zum Ausbruch kommt, nicht endgültig geklärt. Es wird vermutet, dass neben der genetischen Vorbelastung das Pflegeverhalten der betroffenen Personen gegenüber ihrer Haut eine entscheidende Rolle spielt.

Wird die Haut nicht entsprechend ihrer Bedürfnisse, also ihres Typs nach gepflegt, kann es zur sogenannten „Überpflegung“ kommen. Durch übermäßige Pflege kann die Haut ihre Funktionen, wie die Produktion von Sebum, nur noch eingeschränkt ausüben.

Trockenheitsgefühle und der typische Ausschlag entwickeln sich. Die Haut spannt. Oft wird versucht, der Stewardessenkrankheit mit mehr Pflege beizukommen – ein Teufelskreis der Überpflegung entsteht.

Es gibt auch andere Faktoren, die eine periorale Dermatitis begünstigen können. Zu ihnen zählen:

  • UV-Strahlung (Sonne, Solarien)
  • hormonelle Verhütungsmittel
  • Störungen des Magen-Darm-Trakts bei Rosacea, beispielsweise durch Verstopfungen
  • Kontakt der Haut mit Pilzen (Candida) oder Bakterien (fusiforme Spirillen)
  • Zahnpasta mit Flourid
  • ungeeignetes Make up bei Rosacea
  • Stress und psychische Belastung
  • Übermäßiger Konsum von Haut-Pflegeprodukten
  • die falsche periorale Dermatitis Ernährung (beispielsweise kontraproduktiv bei periorale Dermatitis: Süßigkeiten)

Diese Faktoren sollten so gut es geht gemieden werden. Das geht bei manchen einfacher als bei anderen.

Stets zu meiden bei periorale Dermatitis: Sonne. Jedenfalls für längere Zeit. Zum Schutz vor Sonne bei perioraler Dermatitis und Rosacea kann täglich ein hoher Lichtschutzfaktor verwendet werden.

Bei Problemen mit den Inhaltsstoffen von Zahnpasta bietet es sich an, das Gesicht erst nach dem Zähneputzen mit lauwarmem Wasser zu reinigen. Verschiedene Entspannungstechniken, wie beispielsweise Meditation, können Stress reduzieren.

Periorale Dermatitis: Mund Nasen Maske als Ursache

Als Begünstiger von perioraler Dermatitis kann auch eine Mund-Nasen-Maske agieren. So wichtig diese auch sind und so effektiv sie uns vorm Corona-Virus schützen – unter ihnen entsteht ein feuchtes Milieu, das die Hautbarriere angreifen kann.

Auch die Reibung der Maske reizt. Hier kann es bereits helfen, unter der Maske möglichst wenig oder nur leichte Kosmetik zu tragen. Auch der Verzicht auf reizende Stoffe wie Alkohol oder Duftstoffe in der Pflege hilft.

Alles zum Thema Maskne hier: Maskne – Unreine Haut & Pickel durch Mund-Nasen-Schutz

Kleiner Trick: Ein gefaltetes und regelmäßig gewechseltes Papiertaschentuch unter der Maske vermindert die Feuchtigkeitsbildung. So kommt die Haut glimpflich durch Corona.

Mund Nasen Maske als Ursache

Stewardessenkrankheit – Wen genau betrifft diese Erkrankung?

Die periorale Dermatitis betrifft vor allem jüngere Frauen im Alter von 20 bis 50 Jahren. Auch kleine Kinder können darunter leiden. Die Herren haben Glück gehabt.

Die Mundrose betrifft Männer nur in den seltensten Fällen. Im Gegensatz zu den Frauen, von denen 6 % von der Krankheit betroffen sind. Bei Männern kommt sie nur zu einem Prozentsatz von 0,3 % vor.

Das kann an der Überpflegung durch Kosmetika bei Frauen liegen. Bei falschem oder übermäßigem Gebrauch von Pflegeprodukten oder Make Up kann es eher zur Hauterkrankung kommen. Eine zusätzliche erbliche Vorbelastung beschleunigt den Prozess bis hin zur Entzündung.

Wie wird die Hauterkrankung festgestellt?

Die Stewardessenkrankheit kann leicht mit Akne oder Rosacea verwechselt werden. Darum ist es ein wichtiger erster Schritt, gleich zu Beginn einen Dermatologen anzusprechen.

Dieser wird erheben, wie lange der Ausschlag besteht und welche Pflege- oder sonstige Produkte verwendet werden. Natürlich wird er sich auch ein gründliches Bild vom Zustand der Haut verschaffen. So kann eine umfassende Diagnose erstellt werden.

Kann Periorale Dermatitis wieder geheilt werden?

Die Stewardess Krankheit ist nicht chronisch, das heißt, die Erkrankung ist heilbar. Wichtig ist, auf Make Up und chemische Pflegeprodukte für mehrere Wochen zu verzichten.

Oftmals klingen die Symptome dann auch von selbst ab. Einem erneuten Ausbrechen der Symptome kannst du mit der richtigen Ernährung und Pflege deiner Haut gut vorbeugen.

Periorale Dermatitis - Behandlung

Stewardessen-Krankheit Behandlung

Die Behandlung der perioralen Dermatitis erfolgt in Form einer Nulltherapie. Hierbei wird für mehrere Wochen komplett auf jegliche Kosmetik und Pflege verzichtet und nur mit Wasser gereinigt.

Mithilfe weiterer Tipps zur Hautpflege bei der Stewardessenkrankheit kann eine gute Verbesserung erzielt werden. Hier mehr dazu: Tipps & Tricks gegen die Stewardessenkrankheit. Die Symptome sollten nach etwa sechs Wochen zurückgehen.

Empfindliche Haut kann generell mit Hausmitteln wie schwarzem Tee oder Aloe Vera gepflegt werden. Bei schweren Fällen werden auch Antibiotische Salben oder die Einnahme von Antibiotika vorgesehen.

Medikamentöse Behandlung bei perioraler Dermatitis

Unterstützend zur Nulltherapie können Medikamente verwendet werden. Ein Natriumbituminosulfat-Gel kann Entzündungen hemmen. Dieses Ergebnis soll auch die Anwendung von Azelainsäure, beispielsweise als Gel oder Creme, herbeiführen.

Auch wirkungsvoll bei Entzündungen im Zuge von periorale Dermatitis: Kortisonhaltige Cremes oder Zinksalbe.

Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten und die Behandlung durch eine periorale Dermatitis Creme erzielt keine Ergebnisse, besteht die Möglichkeit, zu Antibiotika oder Isotretinoin zu greifen. Im Zweifel soll immer ein Arzt kontaktiert werden.

Bakteriophagen & Hausmittel bei perioraler Dermatitis

Eine natürliche Alternative stellt die Reduzierung der Rötungen der Stewardessenkrankheit durch Bakteriophagen dar. Phagen stärken das bakterielle Gleichgewicht der Haut mit der Kraft der Natur.

Zudem können Hausmittel die Symptome der Stewardessenkrankheit lindern.

Medikamentöse Behandlung

Fazit

Die periorale Dermatitis ist eine mehr als unerwünschte Erscheinung der Haut mit verschiedenen Auslösern und Begünstigern. Auch als Stewardessenkrankheit bezeichnet stellt die chronische Hautkrankheit speziell für Frauen ein häufiges Problem dar.

Doch wird sie richtig diagnostiziert, dann lässt sich die Krankheit mit ein wenig Geduld effektiv eindämmen.

Ob eine Behandlung durch Phagen, eine Null-Therapie oder medikamentöse Behandlung, es gibt verschiedene Ansätze. Die Bedürfnisse der erkrankten Hautstellen müssen berücksichtigt werden. Dann ist ein ganz normales Leben problemlos möglich.

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